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Presse

Pressemitteilung vom 29. September 2004

Neues Portal für Expatriates im Bereich der Krankenversicherung


150.000 Deutsche und ihre Familiengehörigen sind laut einer von Brigitte Hild (Goingglobal) bei deutschen Auslandshandelskammern durchgeführten Recherche derzeit von ihren Unternehmen ins Ausland entsandt.
Ulrich Buschermöhle, Rentenberater bei Pricewaterhouse-Coopers, bezifferte den Anteil derjenigen Expatriates, die von ihren Unternehmen dabei falsch versichert werden, im Rahmen eines in Köln veranstalteten Seminars zum Thema "Praxis-Forum Mitarbeitereinsatz im Ausland", auf augenblicklich 60 bis 70 Prozent. Im gleichen Atemzug erwähnte Buschermöhle, dass 70 bis 80 Prozent der versandten Arbeitnehmer lieber im eigenen Lande versichert bleiben möchten. Dies betrifft insbesondere den Bereich der Krankenversicherungen.

Diese Zahlen wurden von dem German Healthcare Portal (GHP) zum Anlass genommen, eine Umfrage unter 113 Unternehmen vorzunehmen, bei der die Situation von ins Ausland entsandten Arbeitnehmern im Hinblick auf deren Krankenversicherung näher beleuchtet werden sollte. Um in diesem Zusammenhang Trends feststellbar zu machen, die von der Firmengröße beeinflusst werden, wurde ein breites Spektrum von Unternehmenstypen einbezogen.

31 Prozent der befragten Firmen setzten ausschließlich auf private Versicherungslösungen, während die übrigen Unternehmen sowohl gesetzliche als auch private Optionen in Betracht zogen. In letzterem Fall wurden verschiedene Kriterien für die Wahl der Versicherungslösung gewählt. Die am häufigsten genannten Indikatoren waren dabei das Vorhandensein von Sozialabkommen zwischen den beteiligten Staaten, ebenso die vorher bestehenden Versicherungsformen der entsprechenden Expatriates. Weiterhin spielt die Familiensituation der zu entsendenden Arbeitnehmer eine gewichtige Rolle.

Als das größte Problemfeld bei gesetzlichen Versicherungen wurde die Behandlungskostenerstattung im Ausland benannt. Probleme tauchen jedoch sowohl im Falle gesetzlicher als auch bei privaten Krankenversicherungen auf. Dabei stellten sich insbesondere hohe Kosten, eine mangelhafte Bearbeitungsdauer, fehlendes Sprachverständnis bei den Mitarbeitern der Versicherungen und daraus resultierende Verständnisprobleme, so zum Beispiel im Umgang mit fremdländischen Bescheinigungen, als Problemfelder heraus.

Vorrangig bei gesetzlichen Versicherungen zeigten sich diese Mängel, während sich private Versicherungen dank weitreichenderer Erfahrungen in Auslandsfragen als praktikabler erwiesen.

Die genannten Problemfelder wurden als ein Hauptgrund angeführt, aufgrund dessen Unternehmen, die ihre Arbeitnehmer ins Ausland entsenden, verstärkt auf die Nutzung privater Krankenversicherungen setzen. Als weitere Gründe für diese Entwicklung wurden in vorderster Front eine bessere medizinische Versorgung bzw. Mehrleistung, von der gesetzlichen Krankenkasse nicht abgedeckte Bereiche, sowie finanzielle Vorteile genannt.

Bei größeren Unternehmen zeichnet sich der Trend ab, dass immer häufiger Firmengruppenversicherungen für die Expatriates in Anspruch genommen werden. Bei kleineren mittelständischen Firmen zeigt sich dagegen in dieser Hinsicht noch Aufholbedarf.

Auch ergab der Blick in die Praxis die Verwendung unterschiedlicher Finanzierungsarten. Weit verbreitet ist die Lösung, in der Unternehmen und Mitarbeiter die Kosten zu gleichen Teilen übernehmen. Ein knappes Drittel der befragten Unternehmen kümmert sich vollständig um Fragen der Finanzierung für ihre Expatriates. Ein eher selten feststellbarer Fall ist der, dass Mitarbeiter den gleichen Beitrag zahlen, den sie in der vorangegangenen Konstellation in Deutschland leisten mussten, während die Unternehmen die Differenz übernehmen.

Um Arbeitnehmern und Unternehmen, die Arbeitnehmer ins Ausland entsenden, einen ausführlichen Überblick über die Situation der Expatriates im Hinblick auf ihre Krankenversicherung zu bieten, hat das German Healthcare Portal (GHP) ein Internetplattform errichtet, welches unter der Adresse http://www.germanhealthcare.org zu finden ist. Dieses setzt sich intensiv mit den Problemstellungen auseinander, denen sich Expatriates auf diesem Gebiet zwangsläufig gegenübersehen. Es bietet umfangreiche länderspezifische Merkblätter, trifft Aussagen über bestehende Sozialabkommen, internationale Eigenheiten von Versicherungssystemen und Versorgungssituationen, über die Leistungen von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen im Ausland und viele weitere nützliche Informationen für den Fall einer Entsendung von Arbeitnehmern ins Ausland.

Das German Healthcare Portal ist ein neues Informationsmedium speziell für Deutsche, die ins Ausland entsendet werden und ausländische Beschäftigte, die in der Bundesrepublik arbeiten. Der Gründer, Dipl.-Soz.oec. Ralf Poggensee, ist seit 1991 im Feld der Krankenversicherungen tätig. Bereits während seines Studiums spezialisierte er sich auf Public Health und internationale Gesundheitssysteme.

Arbeitnehmern, die im Ausland tätig sind oder Ausländern, die ins deutsche Krankenversicherungssystem zu integrieren sind, steht das German Healthcare Portal mit Rat und Tat zur Seite. Alle Fragen zur privaten Krankenversicherung werden verständlich und professionell beantwortet.

Die Problematik der Expatriates in ihrer gesamten Bandbreite ist dabei einer der Schwerpunkte der Arbeit des Portals. Im kontinuierlichen Dialog und mit hoher Fachkompetenz werden die in der Praxis auftretenden besonderen Gegebenheiten analysiert und mit dem Ziel optimaler Versicherungslösungen für ins Ausland entsandte Arbeitnehmer behandelt. In diesem Zusammenhang werden zusätzlich Fragen der Wiedereingliederung von Repatriates ins deutsche Krankenversicherungssystem berücksichtigt.

Auch Firmen benötigen einen kompetenten Ansprechpartner, wenn es darum geht, die soziale Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeitern wahrzunehmen. Im Zuge der Versendung von Arbeitnehmern ins Ausland nimmt diese eine neue Dimension an. Neueste gesetzliche Änderungen machen es dabei möglich, durch Gruppenverträge im Krankenversicherungsbereich für die gesamte Belegschaft viele Vorteile weiterzugeben. Das GHP hat sich zur Aufgabe gemacht, auch diesen Bereich bestmöglich abzudecken.

Mit 37 Gesellschaften kann ein Überblick verschafft werden, der neben dem Preis-/Leistungsvergleich auch auf langfristige Konsequenzen hinweist und Tarife mit ihren Strukturen und den betriebswirtschaftlichen Unternehmenskennziffern analysiert. Dabei ist das GHP unabhängig in seiner Anbieterwahl.

Weitere Informationen:
German Healthcare Portal
Kickerlingsberg 6
04105 Leipzig

Ansprechpartner: Dipl.-Soz.oec. Ralf Poggensee
Tel.: +49 (0)1805 - 75 65 36

Netz: http://www.germanhealthcare.org
Firmenportal: http://www.kvfirmenportal.de
eMail: info@germanhealthcare.org

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